Klinik Donaustauf ist Vorreiter bei der Nachsorge von Covid-19-Erkrankten

24.03.2021

Die Stimmkreisabgeordnete Sylvia Stierstorfer machte sich zusammen mit Betroffenen ein Bild vom Start der Post-Covid-Ambulanz an der Klinik Donaustauf, die als eine der ersten Einrichtungen in Bayern ein umfassendes Nachsorgeangebot für Covid-19-Erkrankte ermöglicht.

„Ein Jahr nach Beginn der Pandemie kämpfen wir nicht nur gegen die Eindämmung des Covid-Virus und seiner Mutationen, sondern wir stehen auch vor der großen Herausforderung der Nachsorge von Covid-19-Erkrankten. Bei der Erkrankung sind viele Organe betroffen. Beschwerden treten oft auch erst nach der Akuterkrankung auf. Betroffene gelten dann als „gesund“, sind aber aufgrund zahlreicher Symptome in ihrem Alltag stark eingeschränkt“, so die Landtagsabgeordnete. Und weiter: „Durch die Betroffenen Birgit Birner und Karl Baumann sowie durch den Austausch mit Herrn Prof. Dr. Michael Pfeifer, Chefarzt der Pneumologie an der Klinik Donaustauf, bin ich sehr früh auf das Thema der Covid-Langzeitfolgen aufmerksam geworden und habe im Landtag eine Initiative gestartet. Ziel ist, die Betroffenen bei der vollständigen Genesung bestmöglich zu unterstützen, Angehörige zu entlasten, Hausärzte und Arbeitgeber für das neue Krankheitsbild zu sensibilisieren und den Prozess wissenschaftlich zu begleiten. Ein entscheidender Baustein hierfür wäre, dass künftig Post-Covid-Ambulanzen in allen Regierungsbezirken aufgebaut werden. Dass wir durch das Engagement der Klinik Donaustauf eine der ersten Post-Covid-Ambulanzen mit interdisziplinärer Ausrichtung haben, ist ein enormer Gewinn für die Betroffenen in unserer Region. Dafür bin ich Herrn Prof. Pfeifer und seinem Team sehr dankbar.“

 

Prof. Dr. Pfeifer zeigte sich ebenfalls sehr dankbar, dass es für das Thema so viel Unterstützung gibt. In der Klinik Donaustauf hat er sich zusammen mit seinem Team sehr früh um Covid-19-Erkrankte gekümmert, deren Beschwerden auch nach langer Zeit immer noch vorhanden sind. „Da wir unter einem Dach sowohl alle organischen als auch psychosomatischen Fragen abklären können, ist es uns möglich die Betroffenen umfassend zu begleiten und maßgeschneiderte Angebote zu entwickeln“, so Prof. Dr. Pfeifer. Dies bestätigte auch sein Kollege Prof. Dr. Thomas Loew, Chefarzt für Psychosomatische Medizin: „Wir haben hier eine interdisziplinäre Anlaufstelle mit allen wichtigen Fachärzten. Das hilft den Betroffenen und ihren Familien, die eh schon unter einem enormen Druck stehen, Zeit und Kräfte zu sparen.“ Der Leiter der Post-Covid-Ambulanz Dr. Daniel Schmalenberger berichtete über die bisherigen Entwicklungen und Erfahrungen. Er stellte heraus, dass vor allem sehr viele jüngere Patienten, die noch voll im Arbeitsleben stehen, von Spätfolgen betroffen sind. „Wir nutzen die kurzen Wege zwischen den einzelnen Fachstellen und stecken sehr viel Energie in die Behandlung unserer Patienten. Das wäre ambulant nicht machbar,“ so Dr. Schmalenberger.

 

Birgit Birner und Karl Baumann haben sich nach ihrer Covid-Erkrankung im letzten Jahr bei der Reha kennengelernt. Sie berichteten über ihr Leben mit den Spätfolgen und ihr Engagement für die Betroffenen. Karl Baumann gründete eine der ersten Selbsthilfegruppen für Post-Covid-Erkrankte und ist inzwischen ein deutschlandweiter Ansprechpartner für dieses Thema. Beide bekräftigten, dass es enorm wichtig ist, den Betroffenen eine Stimme zu geben. „Viele Erkrankte haben noch nicht die Kraft darüber zu sprechen oder sie haben Angst davor, in eine Ecke gedrängt zu werden. Deshalb möchten wir sie mit unserer Arbeit unterstützen“, so Birner und Baumann. Mit der Betreuung in der Klinik Donaustauf haben sie nur gute Erfahrungen gemacht. Die Abgeordnete Stierstorfer bedankte sich ausdrücklich sowohl für das ehrenamtliche Engagement von Birner und Baumann als auch für den Einsatz der Klinik Donaustauf, die sich bei der Behandlung von Post-Covid-Patienten als Vorreiter auf den Weg gemacht hat.

 

ENDE

Teilen Sie diese Meldung