Gemeinde Zeitlarn entwickelt sich weiter

15.09.2020

Dass die Gemeinde Zeitlarn gut dasteht, zeigte der Antrittsbesuch bei der jüngsten Bürgermeisterin des Landkreises Regensburg Andrea Dobsch in Zeitlarn. Die Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer steht als die zuständige Stimmkreisabgeordnete allen Bürgermeistern des Landkreises unterstützend zur Seite, wenn es um Anliegen an die Landespolitik geht. Bei den anstehenden Themen kam die Neu-Bürgermeisterin vor allem auf die wegbrechenden Gewerbesteuereinnahmen aufgrund der Corona-Pandemie zu sprechen. Stierstorfer erläuterte, dass der Freistaat Bayern die Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer pauschal ausgleiche.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Vorstellung eines sozialen Projektes von enormer Tragweite, die Gemeinde Zeitlarn gemeinsam mit dem Markt Regenstauf verwirklichen will. Deshalb war auch der Regenstaufer Bürgermeister Josef Schindler gekommen. In Brennthal möchte der Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder e.V. (VKKK) gerne ein Nachsorgezentrum für krebskranke Kinder und deren Familien errichten. Der Planungs- und Abstimmungsprozess dafür läuft aktuell. In dem rund 1000 qm großen Gebäude soll es neben einen Behandlungsbereich auch Räume für Gruppentherapien, Bewegungsräume und Kreativbereiche, an den Kindern beispielsweise mit Holz und Ton arbeiten können. Sogar ein Seilgarten und ein Grillplatz sind vorgesehen. Ferner sind auch Übernachtungsmöglichkeiten für die Familien geplant. "Uns war es wichtig, dass wir die Kinder und deren Familien nach der Krebsbehandlung in der Klinik weiter betreuen können", so der dritte VKKK-Vorsitzende Günther Lindner, der gemeinsam mit dem Vorsitzenden Prof. Dr. Franz-Josef Helmig das Projekt vorstellte. Durch die Behandlung erleiden die Kinder oft Begleitschäden durch Chemotherapien und Bestrahlungen, ganz abzusehen von psychologischen Beeinträchtigungen. Deshalb war dem Verein bei der Umsetzung besonders wichtig, dass die Klinik, in der die Kinder behandelt wurden, nicht in Sichtweite sei. Auf dem Gelände soll noch ein weiteres Vorhaben entstehen: Der Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (VKM) will neben dem Nachsorgezentrum eine Reithalle, Boxen für etwa zehn Pferde, Hallen für Kleintiere und Therapieangebote bauen. Abgerundet wird das therapeutische Angebot für Kinder, Jugendliche und Menschen mit körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen durch ein Elterncafé und Spielanlagen. Neben Pferden soll es dort auch Lamas, Esel, Alpakas, Schafe und weitere Tiere geben, wie Projektleiter Thomas März-Kronfeld und Engelbert Weiß in Vertretung für die Vorsitzende des Vereins Christa Weiß berichteten.

Stierstorfer, die beide Vereine seit vielen Jahren kennt und unterstützt, zeigte sich beeindruckt von dem Vorhaben. "Der Wunsch, dass die betroffenen Kinder schnellstmöglich wieder gesund werden, vereint uns alle. Deshalb freut es mich umso mehr, dass der Landkreis Regensburg um ein solch bedeutendes Projekt, das allen Familien, die schwere Stunden erlebt haben, offen steht", so die Politikerin. Dass mit der Errichtung der beiden Projekte wichtige Synergieeffekte erzielt werden, liegt auf der Hand. "Die Vorhaben werden voneinander enorm profitieren", sagte Politikerin abschließend. Beide Vereine wollen nach der Genehmigung mit Spendenaktionen starten.

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